In den vergangenen Tagen haben sich in der Welt düsterer Ideen dramatische Stunden zugetragen. Alice Weidels und Beatrix von Storchs bloggender Mitstreiter David Berger mußte schlimmes erleben. Nicht nur dass der homosexuelle Theologe unter dem Wahn leidet, homobhobe Muslime wollten ihn „ans Leder“, ja sogar dem gesamten Abendland den Garaus machen, nein, es sollte noch schlimmer kommen.

Am 18. Dezember 2017 titelt Berger auf Philosophia Perennis: ISLAMISIERUNG – „Bozen entfernt Christbaum vor Rathaus, „um Gefühle von Muslimen nicht zu verletzen“

„Nach Berichten italienischer und österreichischer Medien wurde ein Weihnachtsbaum aus einem Gemeindehaus der norditalienischen Stadt Bozen vor dem Besuch einer muslimischen Delegation in der Stadt entfernt. Die Begründung: „Der Weihnachtsbaum könnte die Gefühle der Muslime verletzen oder sie beleidigen.“

Die stets gut informierte Kronenzeitung berichtet (…):

„Aus einem Bozener Gemeindesaal wurde offenbar kürzlich ein Christbaum entfernt, um auf muslimische Feiernde Rücksicht zu nehmen. Der „Fall“ sorgte rasch für Aufsehen im Web … Am kommenden Tag wurde der Sportverein-Präsident Alberto Ferrini (…) in der Früh von einem Vertreter der Gemeinde Bozen angerufen und gebeten, den Weihnachtsbaum „so schnell wie möglich“ zu entfernen, weil für Freitagmittag ein muslimischer Verein den Saal gemietet habe und der Baum „die Gefühle der Gäste verletzen könnte“

Ich bekomme erste Zweifel: „Die stets gut informierte Kronenzeitung? 2004 entschied das Wiener Landesgericht, dass die Krone-Kolumne Staberl „antisemitische und rassistische Untertöne“ beinhalte, was dem Revolverblatt bereits zahlreiche Rügen vom österreichischen Presserat einbrachte. Im März 2013 druckte die Zeitung sogar „Interviews“ mit Prinzessin Diana, Papst Johannes Paul II., Falco und Jörg Haider, obwohl sie zu dieser Zeit bereits alle tot waren. Sie alle seien angeblich im Jenseits von einer „zertifizierten Humanenergetikerin“ kontaktiert worden. So riet im „Interview“ Johannes Paul II. seinem Nachfolger Franziskus, „nicht zu liberal [zu] agieren“.

„Allesandro Urzi, konservativer Politiker in Südtirol spricht angesichts des Vorfalls von einer „Barbarisierung der allgemeinen Kultur“ in Italien:

„Der Respekt vor jedem religiösen Bekenntnis darf nicht mit der Beseitigung der traditionellen Symbole verwechselt werden, auf denen unsere Gesellschaft beruht. Sowohl Gläubige wie Ungläubige finden in diesen traditionellen Symbolen wichtige Elemente, die unsere Identität ausmachen.“

„Konservativer Politiker“? Richtig ist: Allesandro Urzi war Politiker der Alleanza Nazionale (AN; deutsch Nationale Allianz), eine italienische Partei, die 1995 aus dem neofaschistischen Movimento Sociale Italiano hervorging. (Quelle:alessandrourzi.it)

Andreas Schwarz kommentiert die Sensation von Berger wie folgt:

„Spinnt ihr komplett? Wi kann man so blöd sein und jedes Scheiß glauben, den irgendeine dahergelaufene Möchtegern-Nachrichtenseite postet, welche sich auf völlig falsche Fakten und Quellen bezieht? Wobei es wirklich nicht schwer gewesen wäre die Warheit zu rescherschieren. Ich wohne in Bozen und kann versichern, dass der Weihnachtsbaum noch steht und es nie eine Debatte über eine Entfernung gab!

Hier noch ein Sprichwort aus dem christlichem Südtirol:

Herr, schmeiß Hirn vom Himmel… (…)“

Das Foto zu dem Text führte Schwarz offenbar auf die völlig falsche Fährte: Es zeigt einen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in der Church Street in Burlington im US-Staat Vermont.

Blutige Diamanten kontert diesem Kritiker zur Weihnachtszeit versöhnlich:

„Vorschlag zur Güte.

Evtl. könnte man den Wahrheitsgehalt dieses zukunftsweisenden Artikel in wenigen Jahren neu bewerten?

So wie alles Andere auch, was derzeit als Lüge und fakenews bezeichnet wird.

@Andreas Schwarz: Wenn Sie nicht so lange warten möchten, können Sie bereits heute schon mit dem Facharbeitermärchen und anderen harten Mainstreamfakten beginnen und jedem anderen auch Ihre Meinung geigen, Sie kleiner Wahrheitsfanatiker Sie.“

Doch dann soll sich noch eine viel größere „Wahrheitsfanatikerin“ einmischen.

Weihnachtsbaum vorm Rathaus in Bozen

Am 20. Dezember 2017 schreibt Claudia Becker auf der WELT: KULTURKAMPF – Heftiger Streit über einen Papp-Weihnachtsbaum

„Die Wellen der Empörung überschlagen sich. „Schleimender und kriecherischer geht es wohl kaum!“, kommentiert ein Nutzer unter dem Eintrag auf dem politisch eher rechts orientierten Blog „Philosophia Perennis“. Ein anderer verkündet, beim italienischen Konsulat in Köln Protest eingelegt zu haben. Schließlich dürfe man nicht vergessen: „Wenn man dem Islam den kleinen Finger reicht, nimmt er gleich die ganze Hand.“

Was ist geschehen?

Angefangen hat es mit einem Gerücht: Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus von Bozen in Südtirol sei beseitigt worden – aus Rücksicht auf die religiösen Gefühle der muslimischen Mitbürger.

Wie das Gerücht entstanden ist, bleibt ein Rätsel. Sicher ist: Gibt man bei Google „bozen weihnachtsbaum rathaus“ ein, erscheint in der Liste der Suchergebnisse auch „Bozen entfernt Christbaum vor Rathaus“ als Anriss für einen Beitrag auf „Philosophia perennis“. Dort sucht man allerdings vergeblich nach einem Beitrag über die Entfernung des Weihnachtsbaumes vor dem Bozener Rathaus.

Stattdessen wird von einem Vorfall berichtet, der im Zusammenhang mit einer Veranstaltung in „einem Gemeindehaus“ in Bozen steht. Dort nämlich hat am vergangenen Donnerstag nach einem Bericht der Lokalzeitung Alto Adige der Verband Südtiroler Sportveteranen den „Athleten des Jahres“ gekürt und zu diesem Zweck auch für Weihnachtsdeko gesorgt.

Vielleicht ist die Feier ein bisschen lang geworden, vielleicht haben es die Vereinsmitglieder anlässlich der Vorweihnachtszeit tatsächlich nur gut mit Nachnutzern des Raumes gemeint. Tatsache ist, dass sie den Saal nicht komplett aufgeräumt hinterlassen haben und auch einen aus grünen Pappstücken stilisierten Weihnachtsbaum liegen ließen. (…)

Dass die muslimische Organisation gedrängt habe, jede Form von weihnachtlichem Schmuck zu beseitigen, davon ist allerdings nichts bekannt. Dass es üblich ist, einen Saal nach einer Veranstaltung so zu hinterlassen, wie man ihn vorgefunden hat, daran kann kein Zweifel bestehen.

Organisatoren, die einen Veranstaltungsraum angemietet haben, steht es durchaus zu, ihn im aufgeräumten Zustand vorzufinden. Egal, ob sie christlich, atheistisch oder muslimisch sind.“

Mike H. kommentiert in Anbetracht dieser Richtigstellung:

„Das Gerücht wäre gar keines, wenn man nicht unmittelbar damit rechnen müßte, dass es wahr sein könnte.“

PoisonedMutton assistiert Mike H.:

„Auch wenn es eine Ente war, so lange es solche Empörung gibt, ist die Hoffnung nicht verloren.“

Trotz dieser Beihilfe kann Berger den Affront nicht auf sich sitzen lassen.

 

Noch am gleichen Tag pariert Berger auf Philosophia Perennis: MEDIEN – Fakenews-Jägerin Claudia Becker (welt.de), die Muslime und ein Christbaum in Bozen

„Bei manchen Artikeln in den Mainstreammedien – zumal solchen, die früher für ihre solide Berichterstattung bekannt waren – fragt man sich als Leser nicht mehr, warum die Auflagen schwinden.

„Heftiger Streit über einen Papp-Weihnachtsbaum“, so betitelt Claudia Becker einen Artikel, in dem sie investigativ ein Gerücht als falsch enttarnt. „Protokoll einer Empörung“ nennt sie den Artikel. In der Schule hätte man eher „Thema verfehlt“ darunter geschrieben (bekommen).

Worum geht es?

(…) Die Bozener Sport-Veteranen (bei uns würde man sagen: die Senioren) hatten ihre alljährliche Feier und hatten den Saal weihnachtlich dekoriert. Wie in den Vorjahren hatten sie die Dekoration, für nachfolgende Veranstaltungen, in der Weihnachtszeit im Saal gelassen. Der Saal selbst wurde wohl pflichtgemäß aufgeräumt.

Am nächsten Morgen erhielt der Präsident der Veteranen einen – für ihn wohl sehr überraschenden – Anruf der Gemeindeverwaltung, er habe bis Mittag den Christbaum wegzuräumen, um die Gefühle der Muslime, die den Saal gemietet hatten nicht zu verletzen.

Der Herr Präsident kam dem nach, machte die Angelegenheit aber öffentlich und löste im katholischen Italien einen Shitstorm aus, über den mittlerweile Medien aus der ganzen westliche Welt berichten. In deutscher Sprache berichtete zuerst Philosophia Perennis (was natürlich bei den Mainstreammedien sofort einen dicken Hals auslöste), dann die Kronenzeitung.“

Ich selbst konnte in der westlichen Welt trotz intensiver Recherche kaum etwas dazu finden.

„Nun ist „Alto Adige“, auf den sich der PP-Artikel zunächst u.a. stützte, kein Revolverblatt, sondern die 1945 gegründete, führende italienischsprachige Tageszeitung in Südtirol.“

Ja, da hat Berger Recht, so sind viele meiner italienischen, Typen wie Silvio Berlusconi wählenden Landsleute: Sie lieben die Zeitung Alto Adige, die sich seit ihrer Gründung mit einer kurzen Unterbrechung extrem nationalistisch positioniert. 

„Und wenn man unseren Bericht und die offensichtlich recherchefreie Arbeit der „Welt“-Autorin betrachtet, dann ist in der Sache auch wenig Platz für Aufgeregtheit. Es stört sie aber wohl, dass es Menschen gibt, die diese Aktion nicht gut finden.

Das ist dann „die politische Rechte in Deutschland“ und als Beleg zitiert sie Alessandro Urzi von „Alto Adige nel cuore“, der die Entfernung als „Barbarisierung des allgemeinen kulturellen Klimas“ bezeichnet hat. Nun ist Südtirol nicht Deutschland (was man selbst wenn man für die „Welt schreibt“, wissen sollte) und Herr Urzi, Vertreter einer italienisch-orientierten Partei, und schreibt im Moment gerade massiv gegen die FPÖ an. Was auch gewisse Aversionen von der FPÖ nahe stehenden Journalisten aus Österreich gegen den PP-Artikel erklärt. Qualitätsjournalismus ist sein Geld wert.

Herr Urzi hat jedoch noch viel mehr gesagt, nämlich, dass die Muslime gar nicht danach verlangt hätten, was wiederum den Schluss nahelegt, dass die Gemeindeverwaltung in vorauseilendem Gehorsam dafür sorgte.

Damit stimmt dann wenigstens die Rubrik der „Welt“ wieder: Kulturkampf.

Hätte sie Herrn Urzi vollständig zitiert, dann hätten die Leser der Welt wohl auch erfahren, dass er deshalb so erzürnt war, weil in den vergangenen Jahren die Weihnachtsdekoration immer im Saal gelassen worden sei.

Alessandro Urzi schreibt: „Der Weihnachtsbaum wurde von den Sportveteranen in den vergangenen Jahren, unter allgemeiner Zufriedenheit, in einem öffentlichen Raum der Stadt während der Feiertage über gelassen …“

An diesem Punkt fragt man sich, warum Frau Becker den Artikel überhaupt geschrieben hat, sie hätte einfach auch nur auf die korrekte und mehrfach akualisierte Berichterstattung von Philosophia Pernennis verlinken brauchen.

Und wir verraten Frau Becker an dieser Stelle auch, dass unsere Recherchen noch laufen und wir hoffen weitere Details nachliefern zu können.

Scheinbar ist die einzige Fakenews Frau Beckers Einleitung (eine Nachricht, die von italienischen und amerikanischen Medien anfangs verbreitet wurde, die wir zunächst, aber – noch bevor die etwas ratlose Welt-Journalistin überhaupt von den Vorgängen Kenntnis hatte – korrigiert haben):

„Im italienischen Bozen wurde angeblich der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus aus Rücksicht auf Muslime entfernt. Auch wenn sich das Gerücht als falsch erwies – das Netz kocht.“

Berger kocht: „Dass Frau Becker dabei auch noch gegen die Behauptung kämpft, die Muslime hätten sich über die Weihnachts-Deko aufgeregt, zeigt ihre eigentliche Motivation:

Wie ein Feuerwehrmann, der endlich mal wieder als heldenhafter Retter auftreten und löschen will und daher selbst Feuer legt, hat sie eine Fakenews erfunden, die keiner verbeitet hat – und die sie nun im Namen eines Kampfes gegen rechten Journalismus bekämpft…

Gäbe es einen Kahane-Preis für die Heldin im Kampf gegen Fake-News würde PP jetzt Frau Becker vorschlagen…“

Berger triumphiert um 7:45 PM als Kommentator seinen eigenen Beitrags:

„Ich habe auf der Seite der „Welt“ unter dem Artikel folgenden Kommentar geschrieben. Mal schaun, ob er frei geschaltet wird 😉

Verehrte Frau Becker, zum einen ist erstaunlich, dass Sie offensichtlich nicht ordentlich recherchiert haben – sonst hätten Sie mich als Autor des Artikels und Blogmacher kontaktiert und um Stellungnahme angefragt! Zum anderen widerlegen sie Fakemeldungen, die keiner vorher in die Welt gesetzt hat … und erinnern so an einen Feuerwehrmann, der Feuer legt, um dann als großer Löschheld auftreten zu können. Ausführlich habe ich Ihnen hier mit einer Mitarbeiterin zusammen geantwortet: https://philosophia-perennis.com/2017/12/20/gedenken-wider-willen/

Lange passiert nichts. Doch um 10:05 PM läßt Berger die Bombe platzen:

„Achso, die „Welt“ hat den Kommentar erwartungsgemäß nicht frei geschaltet. Was soll man von Leuten erwarten, die Ideologie als Journalismus (mehr schlecht als recht) verkaufen?“

Ja, erwartungsgemäß schaltet die „Welt“ lediglich Kommentare frei, die – anders als der von Berger verlinkte Beitrag – etwas mit dem Thema zu tun haben. Berger läßt seine Leser weitere vier Tage zappeln, aber dann platzt die nächste Bombe.

24. Dezember 2017 auf Philosophia Perennis: WORÜBER DEUTSCHE MEDIEN SCHWEIGEN – Weihnachtsmärkte in Damaskus und Aleppo – ganz ohne Merkelsperren!

„Und uns wird krampfhaft verschwiegen, wie es in Syrien wirklich aussieht: Fröhliche Weihnachtsmärkte in Aleppo und Damaskus – ganz ohne Einlasskontrollen und Merkelsperren.

Fragt sich, warum dann unsere Weihnachtsmärkte seit 2015 dies brauchen, nachdem so viele Menschen aus Syrien über Merkels offene Grenzen in unser Land geströmt sind? Und was das über diese Immigranten aussagt…

Hier Bilder vom Weihnachtsmarkt in Damaskus:

Zum Beweis seiner Recherche läßt Berger Dora Bromberger zu Wort kommen, die unter dem Hashtag #Familiennachzug getwittert hat: 

„Der #Weihnachtsmarkt in #Damaskus kommt offenbar ohne Betonpoller aus. In Schrittgeschwindigkeit fahren Autos vorbei“

„Auch in Aleppo sieht es nicht sehr viel anders aus“ ergänzt Berger die exzellente Recherche der Unbekannten:

„Hier noch einmal eine Übersicht über die Weihnachtsfeiern in anderen syrischen Städten“:

Zappalot! Wahrlich ich sage euch, Berger hat sich vom habilitierten Theologen zu einem Investigativ-Journalisten entwickelt, der es sogar mit Claudia Becker aufnehmen kann.

Eine Kommentator, zimmermann365, beantwortet Bergers Ausgangafrage:

„Warum Weihnachtsmärkte in Aleppo und Dmaskus keine Poller brauchen? Weil der Abschaum, der diesen Märkten gefährlich werden könnte, vom Merkel-Gescheiß nach Deutschland „geflüchtet wurde“ und jetzt bei uns sein Unwesen treibt – TREIBEN SOLL.

Übrigens wußte ich nicht, dass es in diesem islamischen Land Weihnachten überhaupt gibt.“

Noch am gleichen Tag, berrauscht von seinem Erfolg, legt Berger die nächsten sorgsam verschütteten Bomben frei.

So schlimm kann’s wohl nicht sein, Weihnachtslieder ertragen zu müssen. Zumal ich dort gefragt habe und sie mir antworteten „Nöh, stört uns gar nicht”.

Im Gegenteil, in einem Hotel mit großem Weihnachtsbaum erklärten sie mir sogar, dass das dort beliebt wäre, weil sie sowas selbst nicht haben und das den Kindern gefallen würde.“

David Berger interpretiert:

„Wenn selbst die daheim gebliebenen Mohammedaner auf der arabischen Halbinsel, unweit von Mekka und Medina, derart entspannt, protzend und kitschig Weihnachten feiern, was treibt dann eine christophobe Strenggläubige in der Lüneburger Heide an, sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt zu sehen, wenn Weihnachtlieder gesungen und Plätzchen gefuttert werden?

Es können eigentlich nur zwei Gründe sein: Entweder die Diaspora-Mohammedaner im Westen sind deutlich frömmer, frühmittelalterlicher und radikaler als ihre Glaubensgeschwister in der Heimat; oder es geht hier gar nicht wirklich um Religion, sondern um politische Macht einer gesellschaftlichen Gruppe von Eingewanderten, die mittels kulturellem Druck Grenzen austesten will.“

Zum Beweis seiner These postet Berger wie berauscht von seinen Siegen zahlreiche Links zu Weihnachtsbäumen auf der arabischen Halbinsel mit der Bitte:

„Drücken Sie mal auf diesen Link hier: https://www.abudhabi.com/blog/celebrating-christmas-in-abu-dhabi/ oder den: http://gulfnews.com/guides/life/festive-season/free-christmas-and-festive-markets-in-dubai-and-abu-dhabi-1.1941590 oder den: http://www.timeoutabudhabi.com/aroundtown/features/74610-christmas-in-abu-dhabi-2016

Nun steht das Wort Bergers gegen das von Becker, die These „Eingewanderte Muslime wollen mittels kulturellem Druck Grenzen austesten bzw. einheimische Offizielle kommen ihnen sogar in vorauseilendem Gehorsam zuvor“ gegen Beckers „David Berger verbreitet Fake News“. Doch nur einer kann gewinnen.

Die Auflösung der Geschichte

Es ist schon fast eine Tradition: Seit einigen Jahren kursieren in islamophoben Kreisen Fake News, wonach es in Mitteleuropa bald keine Weihnachtsmärkte mehr gebe. (Quelle: faktenfinder.tagesschau.de) Richtig ist im Falle des Weihnachtsbaums aus Pappe: Der Verband Südtiroler Sportveteranen sollte nach seiner Veranstaltung den gemieteten Saal in dem Zustand übergeben, wie er ihn vorgefunden hatte – sauber und ohne Baum. (Quelle: stuttgarter-nachrichten.de)

Nun hofft David Berger offenbar auf Papst Johannes Paul II., dass er seinen Nachfolger Franziskus aus dem Jenseits einflüßtert, „nicht zu liberal [zu] agieren“. Am heutigen heiligen Abend bloggt Berger jedenfalls:

„Mit dem vielleicht bekanntesten und schönsten lateinischen Weihnachtslied, dem „Adeste fideles“ möchte ich allen Lesern von Philosophia Perennis frohe und gesegnete Weihnachten wünschen.

Wie niemals zuvor in meinem Leben habe ich an diesem Weihnachtsfest das Gefühl, dass es ein wichtiger Teil unserer abendländischen, meiner Kultur ist.

Die uns (…) zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Und nur wenn wir uns erneut auch auf diese Wurzeln zurückbesinnen, können wir erneut jene Standhaftigkeit gewinnen, um gegen die derzeit über Europa hereinfallende Flut der Barbarei bestehen.

Ist die tiefste Botschaft von Weihnachten doch: „Et homo factus est“ – Gott ist Mensch geworden.“ Dies habe „durch die Inkarnation den Menschen (…) wunderbar neu geschaffen, wodurch sich die zutiefst abendländische Idee der Menschen- und Personrechte entwickeln konnte.

„Die christliche Inkarnationsidee ist der absolute Gegenentwurf zu einem blutrünstigen Gott der Barbaren, der die Menschen nur als Sklaven duldet, die unter Anrufung seines Namens den Glauben mit Hass auf die Ungläubigen und unter Blutvergießen ausbreiten sollen.“

Ich selbst wünsche mit diesen Weihnachtsbäumen aus meiner neuen Heimat Mallorca allen Freunden, Lesern meines Blogs und Christen in aller Welt jedenfalls frohe Weihnachten mit wärmender Nächstenliebe im Herzen – und ohne Wahnvorstellungen.

Wer nach weiterer Weihnachtslektüre zum Thema Ausschau hält, dem empfehle ich folgende Beiträge zur Sache:

Eine Weihnachtgeschichte mit Alice Weidel, Beatrix von Storch, Jörg Meuthen und ihren Vorbetern

Gut für uns“ = „Wahr“: Eine Posse über Neonazis, „Identitäre, Alice Weidel und Beatrix von Storch

Zu Tisch bei Hegel und der AfD – Vom Hapern beim Denken

 

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