Cem Özdemir – Tränen der Erlösung

Eine Chronik der Radikalisierung der AfD – vom patriotischen und nationalistischen Rassismus zur Rassenbiologie in der Tradition des Nationalsozialismus. #esreicht

Die demokratische Zivilgesellschaft arbeitet sich in den sozialen Medien und zunemend auf der Strasse tagtäglich am fremdenfeindlichen Gift der AfD und ihrer Anhänger ab. Unternehmer wie Wirtin Birgit vom Berliner Café Rizz oder Joe Kaeser und Vereine wie Eintracht Frankfurt oder der HSV setzen öffentlich Zeichen. Recherche-Blogs wie „Belltower News“ oder „Endstation Rechts“ klären auf. Demokratisch gesinnte Parlamentarier blieben bisher weitgehend stumm. Doch im Februar entlud sich die Empörung der Grünen Cem Özdemir und Konstantin von Notz bei leidenschaftlichen Apellen gegen Rassimus. Welchen Damm hatte die Partei gebrochen, damit die Welle der Empörung auch in den Bundestag schwappen konnte?

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Ist die AfD nur ein Wahlverein, der seine Politiker finanziell sanieren soll?

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Was bei der AfD auffällt, ist eine programmatische und inhaltliche “Leere” – sowohl auf Parteitagen, bei öffentlichen Reden als auch in Parlamenten (Quellen: faz.de, focus.de). Das Parteiprogramm ist in wesentlichen Teilen „klar verfassungwidrig“ und damit nicht umsetzbar (Quelle: sueddeutsche.de). Ein Renten-Konzept wurde bis heute nicht erarbeitet, obwohl die bisherige Spitzenkandidatin Alice Weidel im Bereich „Rentensysteme“ promoviert hat (Quelle: welt.de).

Dabei rühmt sich die AfD damit, auf „Kreißsaal – Höhrsaal – Plenarsaal“-Karrieren verzichten zu wollen. Offenbar soll dies Wirtschafts- und Umsetzungskompetenz signalisieren. Aber zieht dieser Anspruch erfolgreiche Kandidaten an, die trotz guter Amtsdiäten auf weit bessere Gehälter in der Wirtschaft verzichten müssen? Auffallend viele Spitzen-Politiker der AfD haben jedenfalls einen großen Sprung gegenüber ihren vorherigen Einkünften in der Wirtschaft gemacht, die sie finanziell mehr als klamm erscheinen ließen.

Ist die AfD nur als Wahlverein gedacht, der seinen Politikern Land- und Bundestagsmandate verschaffen und diese sanieren soll? Portraits von Frauke Petry und weiteren Bundestagsabgeordneten der AfD sollen dazu beitragen, sich der Beantwortung dieser Frage zu nähern.

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Zu Tisch bei Hegel und der AfD – Vom Hapern beim Denken

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Alexander Gauland, Götz Kubitschek und Björn Höcke

Häufig hört man von Gegnern der AfD, deren Protagonisten seien ungebildet und dumm. Selbstverständlich stimmt das nicht, was schon die zahlreichen promovierten und habilitierten AfD-Politiker zeigen. Doch lassen Sie uns stilles Mäuschen spielen und einem konkreten Gespräch von diesen und anderen Rechtsradikalen lauschen – zusammengesetzt aus Original-Zitaten der Teilnehmer! Es wird sich herausstellen, dass offenbar ein erheblicher Mangel bei einer bestimmten Art des Denkens besteht: beim induktiv-kreativen Denken.

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Die Stürmer der AfD

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David Berger und Alice Weidel

Nennen wir das Kind endlich beim Namen! Im Wahlkampf häufen sich rassistische Äußerungen von AfD-Spitzenpolitikern wie Alexander Gauland, gegen den die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen hat, weil er der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), ihre staatsbürgerlichen Rechte abspricht und sie in Anatolien „entsorgen“ will. Das Parteiprogramm der AfD verletzt nicht zuletzt nach Meinung von Heiko Maas in der Religions-, Familien-, Strafrechts- und Europapolitik klar die Grundgesetz-Artikel 1, 3, 4 und 23, den Schutz der Würde des Menschen, die Unschuldsvermutung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Freiheit der Religion. Die aufgetauchte rassistische und demokratiefeindlich mail in Reichsbürgermanier, die mutmaßlich von Alice Weidel stammt, ist der vorläufige Höhepunkt der Demaskierung der angeblich bürgerlichen Partei als in weiten Teilen rechtsextreme Organisation. Die AfD gehört zur Neuen Rechten. Ihre „Stürmer“ bereiten das gesellschaftliche Klima auf für kulturelle „Reinheit“.

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Das verborgene Leben der Alice Weidel

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Ein offener Brief

Frau Weidel,

nach Ihrer unprofessionellen Arbeitsverweigerung bei der Fernsehfragerunde „Wie geht’s, Deutschland?“ versuchen Sie, sich zu erklären: Die Moderatorin Marietta Slomka sei einseitig (nur) Ihnen ständig ins Wort gefallen. Das ist nachweislich falsch: Slomka war jedem Politiker ins Wort gefallen. Aber Sie behaupten auch sonst fortwährend Dinge, die unwahr sind bzw. versuchen, unvorteilhafte Aspekte Ihres Lebens zu verbergen.

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«Die Gedanken sind frei»?

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xxxxxxxxxxxxxxPhoto: Ausschnitt aus einer Grafik von Edel Rodriguez

Die Gedanken sind frei, heißt es. Doch stimmt das? Es besteht kein Zweifel daran, daß Adolf Hitler Juden (ebenso wie Sinti und Roma, Slawen, Balken, Asiaten, Afrikaner, Homosexuelle usw.) aufrichtig hasste. Aber viele Leute hassen Juden. Das war nicht das, was Hitler gefährlich machte. Was ihn zerstörerisch machte, war, dass er bereit war, einen kulturellen Hass auf Juden zu entzünden und diesem Hass eine Macht zu geben, die dazu geeignet ist, die Gehirne der Bevölkerung zu waschen. Um das zu tun, muss man Juden oder andere Gruppen nicht einmal hassen. Man muss nur Rassismus in politische Werkzeuge zugunsten der eigenen Sippe verwandeln. Wie das funktioniert? Drei „Experimente“ in den USA sollen das demonstrieren:

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Das Vermächtnis von Claus Schenk Graf von Stauffenberg

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Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg stammte aus einem Bayrisch-Fränkischen Adelsgeschlecht, das bis in das Jahr 1317 zurückreichte. Geboren wurde er am 15. November 1907 in Jettingen in Schwaben. Er und seine Brüder Alexander und Berthold wurden stark durch das katholisch-militärische Elternhaus geprägt. So ging Claus nach dem Abitur 1926 in ein Reiterregiment nach Bamberg, wo er später zum Leutnant befördert wurde. Bei der Offiziersprüfung 1930 in Dresden wurde er Jahrgangsbester. Der junge durch Stefan George beeinflusste Soldat hinterließ mit seiner Umgangsart und seiner Bildung einen bleibenden Eindruck bei seinen Kameraden.

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Das Problem mit Gregor Gysi als „jüdischstämmiger“ Mensch

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Er ist bekannt und, zwar nicht bei politischen Gegnern, so doch in der Bevölkerung aufgrund seiner Eloquenz auch beliebt. Doch trotz einer langen politischen Karriere und dem Fraktionsvorsitz der Linken im Deutschen Bundestag, ist er nicht der Berühmteste in seiner Familie. Seit Doris Lessing 2007 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, steht fest: Gregor Gysi ist vor allem eines – Doris Lessings Neffe. „Utopien enden meist in Konzentrationslagern“, hat Doris Lessing einmal gesagt. Für ihren Neffen hat sie wärmere Worte: Er sei ein „romantischer Sozialist“.

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Mo Asumang – Die Suchende

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Mo Asumang war 1996 Deutschlands erste Afrodeutsche TV Moderatorin. Sie moderierte die Sendung „Liebe Sünde“ auf ProSieben. Sie war die Sünde schlechthin. Heute arbeitet Mo als Moderatorin, Produzentin, Regisseurin, Schauspielerin und Dozentin – auf der Suche nach sich selbst und den Gründen von Fremdenhass.

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