Beate Zschäpe – Enttarnung einer faschistischen Seele

 

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Am Mittwoch haben sich im NSU-Prozess ein letztes Mal alle Augen auf Beate Zschäpe gerichtet. Nach mehr als fünf Jahren, 430 Prozesstagen, Hunderten Zeugen, teils endlosem juristischen Hickhack, bewegenden Opfer-Aussagen und Tränen im Gerichtssaal hat das Münchner Oberlandesgericht das Urteil verkündet.

Das Gericht hat Zschäpe wegen Mordes in zehn Fällen, wegen versuchten Mordes in 35 Fällen und wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Zudem hat es die besondere Schwere der Schuld Zschäpes festgestellt.

Die Dokumentation der Enttarnung der faschistischen Seele von Beate Zschäpe in drei Akten, widmet sich ausschließlich dem Seelenleben der Hauptangeklagten sowie dem von Hinterbliebenen in Anbetracht der Taten des NSU. Unberücksichtigt bleibt das Leid, das den Hinterbliebenen mit Migrationshintergrund vom Verfassungsschutz und den ermittelten Behörden angetan wurde, die die Opfer bis zur Selbst-Enttarnung des NSU in rassistischer Weise wie Täter behandelt haben. In den Haupt-„Rollen“ des im Folgenden dokumentierten NSU-Prozesses: Beate Zschäpe, Ismail Yozgat, Semiya Şimşek und Gamze Kubaşik.

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Gudrun Himmler – Blut ist dicker als Tränen, immer noch

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Grudrun mit ihrer Mutter Marga und ihrem Vater Heinrich Himmler

Gudrun Burwitz, die Tochter von Heinrich Himmler, „Reichsführer SS“, ist tot. Sie starb am 24. Mai im Alter von 88 Jahren. Als ob sie damit ein letztes Mal „Heil Hitler“ sagen wollte. 88 steht in der Neonazi-Szene für zwei 8. Buchstaben des Alphabets: HH. Von den Verbrechen ihres Vaters hat sich Gudrun nie distanziert. Vielmehr hat sie sich nach 1945 politisch im Sinne ihres Vaters betätigt. Ein Appell an das Mitleid.

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Alexander Gauland – Sein Kampf

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„Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“

Bemerkenswert an Alexander Gaulands Satz ist nicht nur die Unverfrorenheit, mit der er das Leid der Millionen Opfer des Nationalsozialismus wegwischt und eine Metapher der Verächtlichkeit an seine Stelle setzt. Natürlich ist das nicht nur historisch ein Witz, sondern spielt mit dem „Tausendjährigen Reich“ – ein Propagandabegriff, mit dem die Nazis ihre eigene Herrschaft als quasi religiöse Erlösung zu verklären suchten. Gauland hat zugleich die jahrzehntelange Beschäftigung der Deutschen mit ihrer Geschichte zur Nichtigkeit erklärt – als Fortsetzung des Historikerstreits auf unterstem Niveau. (Quelle: rp-online.de)

Gauland hat die „bürgerliche Maske“ längst abgestreift. Vergessen ist, dass schon immer eine völkische Gesinnung durch seine Fassade schimmerte. Eine Rekapitulation.

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Cem Özdemir – Tränen der Erlösung

Eine Chronik der Radikalisierung der AfD – vom patriotischen und nationalistischen Rassismus zur Rassenbiologie in der Tradition des Nationalsozialismus. #esreicht

Die demokratische Zivilgesellschaft arbeitet sich in den sozialen Medien und zunemend auf der Strasse tagtäglich am fremdenfeindlichen Gift der AfD und ihrer Anhänger ab. Unternehmer wie Wirtin Birgit vom Berliner Café Rizz oder Joe Kaeser und Vereine wie Eintracht Frankfurt oder der HSV setzen öffentlich Zeichen. Recherche-Blogs wie „Belltower News“ oder „Endstation Rechts“ klären auf. Demokratisch gesinnte Parlamentarier blieben bisher weitgehend stumm. Doch im Februar entlud sich die Empörung der Grünen Cem Özdemir und Konstantin von Notz bei leidenschaftlichen Apellen gegen Rassimus. Welchen Damm hatte die Partei gebrochen, damit die Welle der Empörung auch in den Bundestag schwappen konnte?

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Martin Sellner & Co. – Auf dem Weg in den Untergrund

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Im August waren „Identitäre“ aus ganz Westeuropa mit dem Schiff C-Star auf dem Mittelmeer unterwegs. Unter dem Motto „Defend Europe“ versuchten sie Hilfsorganisationen bei ihrer Arbeit vor der libyschen Küste zu stören, um die Überfahrt von Flüchtlingen nach Europa zu verhindern. Zur Crew gehörte das Who is who der europäischen Neo-Faschisten, u. a. Martin Sellner aus Österreich und Mario Müller aus Deutschland.

Zur gleichen Zeit, am 11. August 2017, demonstrierten Anhänger von Identity Evropa, ein US-Ableger der Identitären Bewegung, in der US-Staat Charlottesville gemeinsam mit Neonazis, Alt-Right-, Ku-Klux-Klan- und White-Supremacy-Anhängern gegen die Entfernung eines Reiterstandbildes des Konföderierten Robert E. Lee. Eine 32-jährige Menschenrechtsaktivistin wurde getötet, mindestens 19 Menschen verletzt. Richard Spencer, Sprachrohr der Alt-Right, war einer der Scharfmacher auf der „Unite the right challange“. 

In den Folge sperrten viele IT- und Finanz-Plattformen in den USA und in Europa offentsichtlich rechtsextreme Mitglieder. Junge Netzaktivisten aus der Szene wenden sich seither verstärkt dem Dark Web und der Kryptowährung Bitcoin zu. Nahezu anonym, sicher und dezentralisiert: In diesen Systemen machen Mario Müller, Richard Spencer und Andrew Anglin, Betreiber des US-Hetzblattes „The daily Stormer“, seither sogar Profite. Nur der „Troll-Master“ der europäischen Identitären, Martin Sellner, nicht. Aber er findet auf seinem Weg in den Untergrund die Liebe seines Lebens.

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Von Beatrix von Storch, Alice Weidel und Christian Stahl lernen: Mit § 130 Wähler und Geld gewinnen

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Alle klagen über Ärger mit Hasskommentaren im Internet, sogar die, die sie verbreiten. Zur Erhöhung der juristischen Schlagkraft gegen das NetzDG wird bei der AfD eine spezifische Anwaltskanzlei als dringend notwendig erachtet. Sie bedürfe einer Anschubfinanzierung von 140.000 Euro aus der Partei-Bundeskasse. Wie dem Antrag zu entnehmen ist, wurde auch schon ein geeigneter Jurist für den Aufbau und die Leitung der neuen Kanzlei gefunden: Dr. Christian Stahl. Der Regensburger Rechtsanwalt steht bei der AfD hoch im Kurs und führt den Vorsitz des parteiintern mächtigen Schiedsgerichts in Bayern. (Quelle: .abendzeitung-muenchen.de) Gemeinsam mit seiner Anwaltskollegin Beatrix von Storch heckt er einen Plan aus, um seine Kanzlei REPGOW in Schwung zu bringen.

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„Mia, der Fall“: Jörg Meuthen, Alice Weidel, Henryk Broder und der Dschihad

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Zum Jahreswechsel präsentiert die „Avantgarde“ der Neo-Rechten in Deutschland das Stück „Mia, der Fall“: Jörg Meuthen, Alice Weidel und Henryk Broder beherrschen eine Pyramide ethnisch homogener Stufen. Ihre Burg throht auf der Spitze. Die „Ritter“ Akif Pirincci, David Berger und Jürgen Fritz feuern den herannahenden Dschihadisten schmutzigen Sex und den heiligen Geist Gottes entgegen. Mia wird getötet. Martin Sellner, ein österreichischer Reconquistador, fühlt sich in seiner Ehre gekränkt und spricht Mia schuldig.

Darf ich vorstellen: Die heutigen Mitglieder des Ensembles „Bunte Zeit“ am Theater TROLESE MEMOIREN! Zu Gast sind heute Abend auch die Eltern von Mia. Vorhang auf! Die Vorstellung beginnt:

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