Gudrun Himmler – Blut ist dicker als Tränen, immer noch

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Grudrun mit ihrer Mutter Marga und ihrem Vater Heinrich Himmler

Gudrun Burwitz, die Tochter von Heinrich Himmler, „Reichsführer SS“, ist tot. Sie starb am 24. Mai im Alter von 88 Jahren. Als ob sie damit ein letztes Mal „Heil Hitler“ sagen wollte. 88 steht in der Neonazi-Szene für zwei 8. Buchstaben des Alphabets: HH. Von den Verbrechen ihres Vaters hat sich Gudrun nie distanziert. Vielmehr hat sie sich nach 1945 politisch im Sinne ihres Vaters betätigt. Ein Appell an das Mitleid.

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Alexander Gauland – Sein Kampf

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„Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“

Bemerkenswert an Alexander Gaulands Satz ist nicht nur die Unverfrorenheit, mit der er das Leid der Millionen Opfer des Nationalsozialismus wegwischt und eine Metapher der Verächtlichkeit an seine Stelle setzt. Natürlich ist das nicht nur historisch ein Witz, sondern spielt mit dem „Tausendjährigen Reich“ – ein Propagandabegriff, mit dem die Nazis ihre eigene Herrschaft als quasi religiöse Erlösung zu verklären suchten. Gauland hat zugleich die jahrzehntelange Beschäftigung der Deutschen mit ihrer Geschichte zur Nichtigkeit erklärt – als Fortsetzung des Historikerstreits auf unterstem Niveau. (Quelle: rp-online.de)

Gauland hat die „bürgerliche Maske“ längst abgestreift. Vergessen ist, dass schon immer eine völkische Gesinnung durch seine Fassade schimmerte. Eine Rekapitulation.

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„Gut für uns“ = „Wahr“: Eine Posse über Ines Laufer, Karoline Seibt, Jürgen Fritz und David Berger

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v. l. n. r.: David Berger, Alice Weidel, Jürgen Fritz, Karoline Seibt, Beatrix von Storch und Ines Laufer

Leute, die Fake News verbreiten sind vom Rest der digitalen Welt abgekoppelt und folgen sich fast ausschließlich untereinander. Bei der Analyse ihrer Tweets wird ersichtlich, dass sie ein konzentriertes, geschlossenes Weltbild unterhalten, in dem es fast nur um die Gefahr des Islam, Flüchtlinge und deren Kriminalität geht. Fake News sind nicht, wie oft angenommen, die Produkte von Manipulatoren, die die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung lenken wollen. Die Nachfrage macht hier das Angebot, nicht andersrum. Fake News sind der identitätsstiftende Treibstoff, der als Abgrenzungsmarkierung nach außen und als soziales Schmiermittel nach innen wirkt. (Quelle: deutschlandfunkkultur.de) Eine entsprechende Posse aus den letzten Tagen: „„Gut für uns“ = „Wahr“: Eine Posse über Ines Laufer, Karoline Seibt, Jürgen Fritz und David Berger“ weiterlesen

«Die Gedanken sind frei»?

20933832_10159108549700517_1836585422217068547_o

xxxxxxxxxxxxxxPhoto: Ausschnitt aus einer Grafik von Edel Rodriguez

Die Gedanken sind frei, heißt es. Doch stimmt das? Es besteht kein Zweifel daran, daß Adolf Hitler Juden (ebenso wie Sinti und Roma, Slawen, Balken, Asiaten, Afrikaner, Homosexuelle usw.) aufrichtig hasste. Aber viele Leute hassen Juden. Das war nicht das, was Hitler gefährlich machte. Was ihn zerstörerisch machte, war, dass er bereit war, einen kulturellen Hass auf Juden zu entzünden und diesem Hass eine Macht zu geben, die dazu geeignet ist, die Gehirne der Bevölkerung zu waschen. Um das zu tun, muss man Juden oder andere Gruppen nicht einmal hassen. Man muss nur Rassismus in politische Werkzeuge zugunsten der eigenen Sippe verwandeln. Wie das funktioniert? Drei „Experimente“ in den USA sollen das demonstrieren:

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Edda Göring – Das Blut der Nazis ist dicker als die Tränen der Juden

Das Bild des Psychopathen mit dem des guten Onkels zusammenzubringen, dafür habe sie ihr ganzes Leben und einige Psycho-Workshops gebraucht, sagt Bettina Göring, die Großnichte Hermann Görings, in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung im Juli 2017: »Monster sind nicht charmant, oder?«. „Die Nazi-Vergangenheit in der Familie ist sicher viel einfacher zu verarbeiten, wenn man etwas entfernter ist und kein direkter Nachkomme (…)«. Für manch nahe Verwandte wie Edda Göring, die Tochter von Herrmann Göring, ist dies offenbar weniger einfach.

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Das Vermächtnis von Claus Schenk Graf von Stauffenberg

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Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg stammte aus einem Bayrisch-Fränkischen Adelsgeschlecht, das bis in das Jahr 1317 zurückreichte. Geboren wurde er am 15. November 1907 in Jettingen in Schwaben. Er und seine Brüder Alexander und Berthold wurden stark durch das katholisch-militärische Elternhaus geprägt. So ging Claus nach dem Abitur 1926 in ein Reiterregiment nach Bamberg, wo er später zum Leutnant befördert wurde. Bei der Offiziersprüfung 1930 in Dresden wurde er Jahrgangsbester. Der junge durch Stefan George beeinflusste Soldat hinterließ mit seiner Umgangsart und seiner Bildung einen bleibenden Eindruck bei seinen Kameraden.

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