Markus Frohnmaier, Maximilian Krah, Götz Frömming & Co. – Der Fake News-Krieg der extremen Rechten gegen Greta Thunberg

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Greta Thunberg ist eine 16-jährige, schwedische Klimaschutzaktivistin. Beim Klimagipfel hielt sie eine eindrucksvolle Rede. Bekannt wurde sie durch einen von ihr initiierten Schulstreik, um auf die Klimasituation aufmerksam zu machen. Der Streik findet international NachahmerInnen. Bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos hat sie “Panik” vor dem Klimawandel gefordert und am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus an den Holocaust erinnert.

Rechtspopulisten und -extreme, die sonst selbst ständig Panik vor angeblicher “Massenzuwanderung”, “Islamisierung” und “Geburtendschihad” schüren, überboten sich mit Scheinargumenten durch Angriffe auf Greta Thunbergs persönliche Umstände (bei ihr wurde das Asperger-Syndrom diagnostiziert), um sie in der öffentlichen Meinung in Misskredit zu bringen und eine echte Diskussion zu vermeiden.

Die Reaktionen der Kritiker dieser Argumenta ad hominem sind sich einig in Bezug auf die vermeintlich dahinter stehenden Motive: „Greta hat Recht. Ihre Kritiker haben Angst.“, meinen „Volksverpetzer“ und die „taz“. „Übermedien“ diagnostiziert eine „unbändige Wut Erwachsener auf Jugendliche, die sich engagieren“. Es geht um einen Wettkampf des Populismus: „Wem gehört die Angst?“, argumentiert Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg. (Quellen: volksverpetzer.de, taz.de, uebermedien.descilogs.spektrum.de)

Doch so einfach ist es nicht. Es steckt viel mehr dahinter.

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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – Offener Brief an Wolfgang Schäuble zur Causa David Berger & AfD

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Jerusalem, Yad Vashem, Halle der Erinnerung, Berthold Werner – Eigenes Werk

Sehr geehrter Herr Präsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble,

hiermit möchte ich an Sie im Zusammenhang mit der Gedenkfeier am 31. Januar 2019 im Deutschen Bundestag anläßlich des 74. Jahrestags der Befreiung der Vernichtungslager in Auschwitz zwei Bitten richten:

  1. Bitte laden Sie Herrn David Berger, Kurator der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES), für diese Gedenkfeier wieder aus.
  2. Bitte verweigern Sie auch den Politikern der AfD-Franktion im Bundestag die Teilnahme an der Feier.

Begründung: Es besteht die im Folgenden begründete Gefahr, dass die Genannten die Würde der bevorstehenden Gedenkfeier und die des Holocaust-Überlebenden Prof. Dr. Dres. h. c. mult. Saul Friedländer, der die Gedenkrede halten wird, aufgrund ihrer Gesinnung erheblich verletzen werden.

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Hans-Georg Maaßen – Eine Gefährderanalyse

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Hans-Georg Maaßen hat die rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz relativiert. Über das Video, das Jagdszenen auf ausländische Menschen nahe dem Johannisplatz zeigen soll, sagte der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutzes (BfV) der Bild-Zeitung: „Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist.“

Wenn Maaßen zu Themen der Inneren Sicherheit referiert, wirkt er äußerlich unterkühlt. Die runden Brillengläser, der durchdringende Blick, das akkurate Auftreten: Der Präsident des BfV gleicht mitunter einer Sphinx, die all ihre Geheimnisse hinter einer undurchdringlichen Fassade versteckt. Maaßens Analysen wirken klar, präzise mitunter gewürzt durch Sarkasmus. Oppositionspolitiker nannten ihn »Referatsleiter Gnadenlos« oder »eiskalter Technokrat«. (Quellen: focus.de, zeit.de)

Was treibt Maaßen an? Und wie gefährlich ist sein Verhalten? Eine Analyse seiner Biografie.

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Cem Özdemir – Tränen der Erlösung

Eine Chronik der Radikalisierung der AfD – vom patriotischen und nationalistischen Rassismus zur Rassenbiologie in der Tradition des Nationalsozialismus. #esreicht

Die demokratische Zivilgesellschaft arbeitet sich in den sozialen Medien und zunemend auf der Strasse tagtäglich am fremdenfeindlichen Gift der AfD und ihrer Anhänger ab. Unternehmer wie Wirtin Birgit vom Berliner Café Rizz oder Joe Kaeser und Vereine wie Eintracht Frankfurt oder der HSV setzen öffentlich Zeichen. Recherche-Blogs wie „Belltower News“ oder „Endstation Rechts“ klären auf. Demokratisch gesinnte Parlamentarier blieben bisher weitgehend stumm. Doch im Februar entlud sich die Empörung der Grünen Cem Özdemir und Konstantin von Notz bei leidenschaftlichen Apellen gegen Rassimus. Welchen Damm hatte die Partei gebrochen, damit die Welle der Empörung auch in den Bundestag schwappen konnte?

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„Gut für uns“ = „Wahr“: Eine Posse über Ines Laufer, Karoline Seibt, Jürgen Fritz und David Berger

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v. l. n. r.: David Berger, Alice Weidel, Jürgen Fritz, Karoline Seibt, Beatrix von Storch und Ines Laufer

Leute, die Fake News verbreiten sind vom Rest der digitalen Welt abgekoppelt und folgen sich fast ausschließlich untereinander. Bei der Analyse ihrer Tweets wird ersichtlich, dass sie ein konzentriertes, geschlossenes Weltbild unterhalten, in dem es fast nur um die Gefahr des Islam, Flüchtlinge und deren Kriminalität geht. Fake News sind nicht, wie oft angenommen, die Produkte von Manipulatoren, die die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung lenken wollen. Die Nachfrage macht hier das Angebot, nicht andersrum. Fake News sind der identitätsstiftende Treibstoff, der als Abgrenzungsmarkierung nach außen und als soziales Schmiermittel nach innen wirkt. (Quelle: deutschlandfunkkultur.de) Eine entsprechende Posse aus den letzten Tagen: „„Gut für uns“ = „Wahr“: Eine Posse über Ines Laufer, Karoline Seibt, Jürgen Fritz und David Berger“ weiterlesen

Die „blaublütigen Schläfer“ um Beatrix von Storch

Kaiser Wilhelm II. und seine zwei Enkel Prince Wilhelm and Louis Ferdinand

Obgleich das Kaiserreich mit Wilhelm II. vor 94 Jahren verschwand, sprechen Medien und Bevölkerung, mitunter sogar Ämter und Behörden noch heute vom „Adel“ in Deutschland, als ob niemals die Weimarer Reichsverfassung oder das Bonner Grundgesetz eingeführt worden seien. Dabei kennt die Republik nur noch einige wenige „ehemalige Adelige“, die vor 1919 geboren wurden, und danach geborene „Schein-Adelige“.

Sebastian-Johannes Prinz v. Spoenla-Metternich kritisiert vor allem die sog. Deutschen Adelsverbände, die mit subtiler Lobbyarbeit dafür sorgten, dass niemand in Deutschland die Abschaffung der Monarchie wirklich bemerkt. Spoenla-Metternich weiss auch warum: „Bei einer eventuellen Änderung der Staatsform sollen die alten Machtstrukturen sofort wieder erkennbar sein“ (Quelle: spiegel.de). Ziel des sog. deutschen Adels sei nach wie vor das staatspolitische „come-back“, sagt auch S. Prinz von Schoenaich-Carolath als Präsident der Vereinigung der Deutschen Adelsverbände (Quelle: Deutsches Adelsblatt 1994, S. 229, 231).

Das Deutsche Adelsblatt meint, der „Deutsche Adelsrechtsausschuss“ fungiere dem „Grundverständnis nach stets als Provisorium, vorbehaltlich der späteren Zustimmung eines restituierten Monarchen.“ (Quelle: „Deutsches Adelsblatt“ Nr. 12 vom 10.12.2002, Seite 316) Damit stellen sich die sog. Deutschen Adelsverbände offen gegen das Grundgesetz. Diese gehören streng genommen vom Verfassungsschutz beobachtet, denn die „Durchlauchten“ meinen es ernst mit dem „come-back“ monarchischer Strukturen in Deutschland.

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Jörg Meuthens düsteres Geheimnis

Er ist größer und massiger, als er in den Schmuddel-Videos aussieht. Er trägt ein Sacko, das seinen Schoß nur knapp bedeckt, und geschnürte Lackschuhe. Wenn er zuhört, legt er den Kopf schief und schaut mit großen Augen von unten – beinahe wie ein Hund, der auf ein Leckerli wartet. Nett wirkt er, der Herr Meuthen. Seine ehemals blonden Haare fallen ihm lässig in die Stirn. Jörg Meuthen war bereits 54 Jahre alt, als er sich in einer der übelsten Ecken Deutschlands zum ersten Mal verkaufte. „Über Frauke Petry bin ich dazu gekommen. Die erzählte mir: „Mensch, Du kannst hier richtig viel Geld verdienen, gucke es Dir doch mal an!“

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