Die „Rattenlinien“ des Horst Mahler

Teil 2 der Rattenlinien-Trilogie

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Ursula Haverbeck und Horst Mahler beim Rudolf Heß-Marsch in Wunsiedel 2004

Die mehrfach vorbestrafte 88-jährige notorische Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist am Montag erneut wegen Volksverhetzung gemäß § 130 StGB zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. (Quelle: juedische-allgemeine.de) Haverbeck ist wie die meisten Holocaust-Leugner Antisemitin und betrachtet das Leugnen als notwendige Voraussetzung dafür, wesentliche Ziele des Nationalsozialismus politisch wieder zustimmungsfähig zu machen.

Bei einigen spielt auch Verdrängung eine Rolle: Der NS-Völkermord war so abscheulich, dass die (auch ohne „Siegerjustiz“ natürlicher Weise) empfundene Schuld als Deutscher für viele unerträglich bleibt. Am Beispiel Horst Mahlers weiche ich von der Goldwater-Regel von 1973, die Ferndiagnosen verbietet, ab, da Mahler wie kaum ein anderer Spuren im Internet hinterlassen hat. Ich möchte die Psychodynamik des Holocaust-Leugners aufzeigen. Die „Rattenlinien“, eine US-Bezeichnung für Verbindungsrouten führender Vertreter des NS-Regimes nach Ende des Zweiten Weltkriegs, stehen dabei für die Tatsache, dass die Greueltaten der Nazis psychologisch bis heute wirken. „Die „Rattenlinien“ des Horst Mahler“ weiterlesen

Die Stürmer der AfD

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David Berger und Alice Weidel

Nennen wir das Kind endlich beim Namen! Im Wahlkampf häufen sich rassistische Äußerungen von AfD-Spitzenpolitikern wie Alexander Gauland, gegen den die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen hat, weil er der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), ihre staatsbürgerlichen Rechte abspricht und sie in Anatolien „entsorgen“ will. Das Parteiprogramm der AfD verletzt nicht zuletzt nach Meinung von Heiko Maas in der Religions-, Familien-, Strafrechts- und Europapolitik klar die Grundgesetz-Artikel 1, 3, 4 und 23, den Schutz der Würde des Menschen, die Unschuldsvermutung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Freiheit der Religion. Die aufgetauchte rassistische und demokratiefeindlich mail in Reichsbürgermanier, die mutmaßlich von Alice Weidel stammt, ist der vorläufige Höhepunkt der Demaskierung der angeblich bürgerlichen Partei als in weiten Teilen rechtsextreme Organisation. Die AfD gehört zur Neuen Rechten. Ihre „Stürmer“ bereiten das gesellschaftliche Klima auf für kulturelle „Reinheit“.

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