Die „blaublütigen Schläfer“ um Beatrix von Storch

Kaiser Wilhelm II. und seine zwei Enkel Prince Wilhelm and Louis Ferdinand

Obgleich das Kaiserreich mit Wilhelm II. vor 94 Jahren verschwand, sprechen Medien und Bevölkerung, mitunter sogar Ämter und Behörden noch heute vom „Adel“ in Deutschland, als ob niemals die Weimarer Reichsverfassung oder das Bonner Grundgesetz eingeführt worden seien. Dabei kennt die Republik nur noch einige wenige „ehemalige Adelige“, die vor 1919 geboren wurden, und danach geborene „Schein-Adelige“.

Sebastian-Johannes Prinz v. Spoenla-Metternich kritisiert vor allem die sog. Deutschen Adelsverbände, die mit subtiler Lobbyarbeit dafür sorgten, dass niemand in Deutschland die Abschaffung der Monarchie wirklich bemerkt. Spoenla-Metternich weiss auch warum: „Bei einer eventuellen Änderung der Staatsform sollen die alten Machtstrukturen sofort wieder erkennbar sein“ (Quelle: spiegel.de). Ziel des sog. deutschen Adels sei nach wie vor das staatspolitische „come-back“, sagt auch S. Prinz von Schoenaich-Carolath als Präsident der Vereinigung der Deutschen Adelsverbände (Quelle: Deutsches Adelsblatt 1994, S. 229, 231).

Das Deutsche Adelsblatt meint, der „Deutsche Adelsrechtsausschuss“ fungiere dem „Grundverständnis nach stets als Provisorium, vorbehaltlich der späteren Zustimmung eines restituierten Monarchen.“ (Quelle: „Deutsches Adelsblatt“ Nr. 12 vom 10.12.2002, Seite 316) Damit stellen sich die sog. Deutschen Adelsverbände offen gegen das Grundgesetz. Diese gehören streng genommen vom Verfassungsschutz beobachtet, denn die „Durchlauchten“ meinen es ernst mit dem „come-back“ monarchischer Strukturen in Deutschland.

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